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Das Sultanat der Romantik
Von Otto Komarek (25.08.2009 16:13:58)

Oman. Das ist der Schnittpunkt von Europa, Asien und Afrika. Die Wiege einer über 5.000 Jahre alten Kultur. Festungen, Forts, Wehrtürme sind heute die Zeitzeugen. Sie blicken zurück auf ihre einstigen Errichter. Perser wie Türken oder Portugiesen.


Jahrhunderte lang war der Oman ein mächtige Seefahrernation. Hier ist das Zentrum des „antiken Goldes", dem Weihrauch. Hier wurde der legendäre Sindbad, der Seefahrer, geboren. Und von hier aus segelten Omanis mit ihren Dhaus bis nach Madagaskar, trieben einen schwunghaften Handel mit Ostafrika, ja sogar mit China.
Heute ist der Oman eine lebendige, moderne Nation, die aber Tradition und Kultur beschützen konnte. Eine Symbiose aus Hightech und Geschichte, ein Sultanat voller Kontraste. Endlose Wüsten, kilometerlange Sandstrände, dazu die geschäftige Haupstadt Muskat, eine Metropole ohne Wolkenkratzer. Grüne Wadis, schroffe Dreitausender, eine faszinierende Unterwasserwelt - das alles liegt knappe 6 Flugstunden von Österreich entfernt. HOLIDAY EXPRESS© entführt Sie in den Oman, in ein Land der Kontraste, in das Sultanat der ROMANtik.

Beschützt

Die Regierung des Oman achtet auf die Ressourcen. Ein vorsichtiger Ökotourismus hilft, Flora und Fauna zu schützen. So entstand beispielsweise das Schutzgebiet „Jiddat al Harasis" im geografischen Herzen des Omans. Wenig besiedelt ist dieser Landstrich, somit ideal für bedrohte Tiere. Etwa arabische Oryx-Antilopen, Wildkatzen, Wüstenfüchse, 180 Vogelarten, nubische Steinböcke und Honigdachse. Sie teilen sich ihren Lebensraum in einem 27.500 qkm großen Biosphärenpark, der in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen wurde. Zum Schutz der arabischen Oryx-Antilope wurde bereits 1974 (!) von seiner Majestät Sultan Qaboos ein Schutzprogramm ins Leben gerufen.

An der atemberaubenden Küstenlinie des Omans beherbergen weite Buchte, felsige Höhlen oder die Fjorde von Musadam tausende Zug- und Seevögel, Delphine und Wale sowie eine faszinierende Unterwasserwelt. In der Bergregion von Jebel Samhan in Dhofar hat der Leopard eine sichere Heimat gefunden. Ja und nicht vergessen darf man auf die verschiedenen Arten an Meeresschildkröten, die alljährlich zum Brüten an den Stränden von Ras Al Hadd, Ras Al Junayz und Massirah Islands anlanden. Die Echte und die Unechte Karettschildkröte, die Lederschildkröte und die grüne Meeresschildkröte sind in diesem Gebiet beheimatet. Doch die Regierung des Omans zeigt dem Ökotourismus seine Grenzen auf - die offiziell ausgewiesenen Brutplätze dürfen nur mit einer gesonderten Genehmigung aufgesucht werden.

Behütet

Die Zeitzeugen der bewegten Geschichte des Oman sind so vielfältig wie die Landschaftsformationen. Und vieles hat die UNESCO unter besonderen Schutz gestellt, in die Liste des Welterbes aufgenommen. Dazu gehört beispielsweise die Festung von Bahla, die archäologischen Stätten von Bar mit den 3.000 Jahre alten Grabmälern Al-Khutm und Al-Ayn. In diesen bronzezeitlichen Siedlungen wurde in den Bergen von Ibri Kupfer abgebaut, das dann per Boot zu den Hochkulturen Mesopotamiens transportiert wurde. Und natürlich zählt die Weihrauchstraße zu den behüteten Zonen. Die uralten Weihrauchbäume im Wadi Dawqah zählen zu den größten und ältesten ihrer Art. Dann ist da noch Ubar, eine „verlorene Stadt", die vor rund 2.000 Jahren im Sand von Dhofar versank. Sie beschrieb bereits 1260 Marco Polo bei seiner Reise in in den Oman. Festungen, Ruinen und Wehrtürme erzählen von Stammesfehden, von Türken, Persern und Portugiesen. Die historisch bedeutendsten Wehranlagen wurden aufwendig restauriert. Majestätisch thront die Festung von Nahkl auf einem Felsen über der Ebene. Und in Al Hazm beeindrucken die reich mit Ornamenten dekorierten Holzportale.

Schauspiel der Natur

Am östlichen Rand der arabischen Halbinsel präsentiert Oman grandiose Naturschauspiele. Grüne Wadis. Schroffe Dreitausender mit atemberaubenden Schluchten. Die Stille der Wüste. Der Palmenzauber der Oasen. Dazu das Meer mit seiner faszinierenden, weitgehend unberührte Unterwasserwelt. 1.700 km lang ist die Küstenlinie, geprägt von weißen Stränden und steilen Klippen. Die Fjorde im nördlichen Musadan kontrastieren mit dem üppigen Grün im Süden, das dem Küstennebel zu  verdanken ist.

Die Regierung achtet auf die Ressourcen. Vorsichtiger Ökotourismus hilft, Flora und Fauna zu schützen. Bestes Beispiel ist das Schutzgebiet „Jiddat al Harasis" im geografischen Herzen Omans. Wenig besiedelt, ist es ein Rückzugsgebiet für die arabische Oryx-Antilopen, für Wildkatzen und Wüstenfüchse.

Die Küstenlinie wiederum beherbergt tausende Zug- und Seevögel, bietet Delphinen und Walen in weiten Buchten Zuflucht. Meeresschildkröten landen Jahr für Jahr an den Stränden von Ras Al Hadd, Ras Al Junayz und Massirah Islands zum Brüten. Hier allerdings sind auch dem Ökotourismus Grenzen gesetzt: Die ausgewiesenen Brutplätze dürfen nur mit gesonderter Genehmigung aufgesucht werden.

Tradition. Toleranz. Fortschritt.

Est ist eine junge Nation mit jahrtausender alter Geschichte. Die Zeitzeugen sind so vielfältig wie die Landschaft. Vieles wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Etwa die Festung von Bahla, die archäologischen Stätten von Bar mit den 3.000 Jahre alten Grabmälern. Natürlich zählt die Weihrauchstraße Sumhurum - Al Balid - Shisr zu den behüteten Zonen. Festungen, Ruinen und Wehrtürme sind Zeitzeugen vergangener Epochen.

Während in anderen Emiraten dem Gigantismus Denkmäler gesetzt werden, geht der Aufbruch der jungen Nation behutsam voran. Unter der Regentschaft von Sultan Qaboos hat sich Oman in den letzten 30 Jahren zu einem Land entwickelt, in dem alte Traditionen trotz des zügigen Fortschritts nicht verloren gingen.

Der Islam ist hier Bindeglied zwischen den verschiedenen Gruppierungen, sichert die kulturelle Identität auch in Zeiten starken Wandels. Die Oman-Ausprägung des Islam - die Ibadiyah, ist in ihren Grundzügen demokratisch, geprägt von großer Toleranz und Friedfertigkeit. Und so ist das Volk der Seefahrer heute Gastgeber des modernen Tourismus, ohne dabei die Düfte von Weihrauch und Gewürzen einzubüßen.

Arabia felix

Das kulturelle Erbe des Oman blickt zurück auf eine über 5.000 Jahre alte Kultur. Schon 3.000 v. Chr. belieferten die Schiffe aus dem damaligen Magan die Hochkulturen Mesopotamiens und des Indusbeckens mit Kupfer. Oder mit Weihrauch, der in der Antike mit Gold aufgewogen wurde. Dieses kostbare Harz bescherte den Namen „Arabia felix", glückliches Arabien.

Omanis segelten bis nach China, um dort Datteln gegen Porzellan und Seide zu tauschen. Persen, Türken und Portugiesen hinterließen ihre Spuren. Und in den Gesichtern der Omanis spiegelt sich ihre Jahrhundert alte Tradition wider. Viele Familien lebten über Generationen hnweg in den Handelsniederlassungen Ostafrikas und Belutschistans.

Zeitzeugen der bewegten Vergangenheit begegnen dem Besucher auf Schritt und Tritt. Mehr als 500 Wehrtürme, Forts und Festungen warten auf Entdeckung. Besonders beeindruckend ist die Fahrt ins westliche Hajar-Gebirge. Hier schlug jahrhundertelang das kulturelle Herz des Omans, denn hier waren die Menschen sicher vor Angriffen in ihren imposanten Festungen und Palästen an den Flanken des 3.000 Meter hohen Gebirges. Bis heute durchzieht ein dichtes Netz von über 2.000 Wasserkanälen die pittoreske Bergwelt, die immer wieder kleine grüne Paradiese entstehen lässt. Bis zu 1.500 Jahre alt sind diese Bauwerke. Und in Nizwa, dem geistigen Zentrum der toleranten islamischen Rechtsschule blieb die Zeit stehen. In dieserm Ort wird noch immer jeden Freitag lautstark um Ziegen und Kühe gefeilscht.

Von Gestern ins Morgen

Während in anderen Emiraten Gigantismus die Planungen prägt, geht die fortschriftliche Entwicklung im Oman behutsam voran. Unter der Regentschaft von Sultan Qaboos entwickelt sich in den letzten 30 Jahren das Sultanat zu einem Staat, in dem die alten Traditionen durch den Fortschritt nicht verloren gingen. Und dieses Augenmaß wird beibehalten. Das wird in der Hauptstadt Muskat deutlich. Die Metropole besticht durch ihre umsichtige Planung. Arabische Architektur und moderneste Infrastruktur verleihen ihr ein besonderes Flair. Die „Capital Area" verbindet die historischen Ortsteile Mutrah und Muskat über 50 Kilometer hinweg, und das entlang der malerischen Küste. Immer wieder öffnen Paläste, blütenweiße Siedlungen und Moscheen den Blick auf das azurblaue Meer. Orientalisch bunt ist das Treiben im Suq von Mutrah, wo es nach Gewürzen duftet, Weihrach in der Luft liegt, Gold- und Silberschmuck genauso lockt wie edles Tuch. Und von hier sind es nur ein paar Schritte zum Obst- und Fischmarkt. Heute ist das historische Muskat der moderne Sitz der Verwaltung - und zugleich der Wohnort des Sultans mit seinem farbenprächtigen Palast.

Nach Gutdünken

So vielfältig wie Omans Landschaften, so reich ist das Angebot an Aktivitäten. Es kommt drauf an, in welcher Region sich der Besucher befindet.

Die Halsinsel Musandam ist eine karge, zugleich immens beeindruckende Region. Ihre Hauptattraktion sind die „Fjorde Arabiens". Musandam schiebt sich weit hinein in die Straße von Hormuz. Die Klippen des Hajar-Gebirges fallen hier aus 2.000 Metern steil hinab ins Meer. Tauchen, Delphinbeobachtungen, Kanu-fahren in den Fjorden sind hier am schönsten. In Al Sharqiyah wartet azurblaues Wasser an unberührten Strände. In der beschaulichen Küstenstadt Sur lockt übrigens eine besondere Attraktion - eine Dhau-Werft.

Das moderne Heute verdeutlicht die touristische Infrastruktur: Oman weist eine Vielzahl preisgekrönter Fünf-Sterne-Hotels auf. Der Standard ist sehr hoch, und nicht zuletzt Dank der inneren Sicherheit sind HIER die bekanntesten internationalen Hotelketten vertreten. Die Nachfrage ist groß, denn 1.700 km lang ist die Küste des Sultanats!

Wer zum Baden in den Oman reist, ist in der Region Dhofar bestens aufgehoben. In der Verwaltungshauptstadt Salalah mit ihrem internationalen Flughafen finden sich herrliche Strände. Hier lässt sich ein beschaulicher Badeurlaub verbringen. Freilich fehlt nicht ein dichtes Angebot an Wassersport, egal, ob Segeln, Jet-Ski, Kanufahren oder - Tauchen! Die Unterwasserwelt entlang der 1 Küste verspricht exzellente Spots. Ja und wem das alles noch nicht genügt - wie wär's mit Felsenklettern und Bergwandern? 160 Aufstiegsrouten gibt's im Sultanat, von leicht bis extrem schwierig. Oder Mountain-Trekking im östlichen Hajar-Gebirge. Allrad-Jeep-Fahrten, dem „Wadi-Bashing", Höhlenerkunden, - oder soll es ein Trip sein hinein in die riesigen Sandwüsten? Bis zu 200 Meter hoch sind die Dünen, die man per Geländefahrzeug oder nach Beduinen-Art am Kamel erkunden kann.

Logieren

Die Palette der Unterkünfte reicht vom einfachen, komfortablen Hotel bis zum 5-Sterne-Luxus. Der allgemeine Hotelstandard ist sehr hoch. Nahezu alle internationalen Hotelketten sind vertreten, etwa Intercontinental, Sheraton, Radisson, Chedi, Hilton, Holiday Inn, Hyatt, Golden Tulip oder Shangri La. Moderne Tagungs- und Konferenzeinrichtungen fehlen übrigens ebenso wenig wie Wellness- und Spa. In den heimischen Reisebüros weiß man mehr drüber.

Quelle: Holiday Express,www.holiday-express.at/

 


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