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Zauberhaftes Myanmar
Von Silvie Komarek (01.09.2009 15:36:32)

Es ist eine andere, eine zauberhafte Welt, in die der Besucher eintaucht. Ein Land der goldenen Pagoden. Voll Mystik und Exotik. Ursprünglich, unverfälscht, mit einer durchwegs freundlichen Bevölkerung. Hier hat der Tourismus noch keine Schneisen geschlagen. Dennoch existieren hervorragende Hotels und man braucht in den bekannten Zentren auf modernen Komfort nicht zu verzichten.


Mit einer Fläche von 676.552 Quadratkilometern ist Myanmar nahezu acht mal so groß wie Österreich. 46 Millionen Menschen machen die Nation zum fünftgrößten Staat in Südost-Asien, der im Westen und Nordwesten von Bangladesh und Indien, im Norden und Nordosten von China und Laos, und im Osten von Thailand begrenzt wird.

Der mit Abstand wichtigste Fluss ist der Ayeyarwady. Er entspringt im östlichen Tibet und fließt mehr als 2000 Kilometer in nordsüdlicher Richtung. Der Fluß teilt Myanmar in eine westliche und eine östliche Hälfte. Auf einer Länge von rund 1450 Kilometer ist er schiffbar. Das Ayeyarwady-Tal und -Delta ist eine der fruchtbarsten landwirtschaftlichen Regionen der Welt. Und hier kreuzen Schiffe, etwa der Luxusliner „Road to Mandalay", der die populärste Route zwischen Bagan und Mandalay befährt.

Rund drei Viertel der Bevölkerung lebt am Land in den Ebenen von Mittel- und Niedermyanmar. Ihr Leben ist ein Wechsel zwischen Zeiten schwerer körperlicher Arbeit und Perioden der Muße und Entspannung. Der Buddhismus prägt den Alltag und die tiefe Verbundenheit mit der Religion spürt jeder, der das Land bereist. Myanmar ist übersät mit Pagoden und Klöstern. Es war das erste südostasiatische Land, in dem der Buddhismus verbreitet wurde.

Wie in Thailand, so sind auch in Myanmar die buddhistischen Tempel die traditionellen Stätten der Bildung. Und wie in Thailand, so wird auch in Myanmar von jedem Mann erwartet, daß er wenigstens einmal im Leben für eine Zeitlang buddhistischer Mönch wird - in der Regel schon als Heranwachsender. Spirituelle Kräfte lernen Sie in diesem Land bestimmt kennen - und falls Sie nicht die Strände und Inseln von Ngapali aufsuchen, können Sie Ihre Reise mit einem Bade- oder Shoppingaufenthalt in Thailand beschließen.

DER ALLTAG

Der ganz normale Tagesablauf richtet sich nach der Sonne. Früh aufstehen, zeitig schlafen gehen und immer den Sinn und den eigenen Weg nicht aus den Augen verlieren. Für Reisende aus dem Westen sind viele Dinge nur mit Geduld und einer Portion Entdeckungslust nur ansatzweise verständlich.

Schlangenverkäufer in Yangon sind für viele ein exotischer Anziehungspunkt. Technische Geräte haben musealen Charakter. Tätowierungen gehören zur Kultur der Menschen. Die Methode ist allerdings um einiges schmerzhafter als in westlichen Tatoo-Shops. Zur Betäubung der Sinne hilft eine Flasche Rum. Mit einfachsten Mitteln sind die örtlichen Betriebe ausgerüstet. Die Handwerker aber verstehen ihre Arbeit. Als Mitbringsel gibt's fantastische Puppen (Marionetten!), edle Steine und prächtige Stoffe. Handeln ist angesagt - die Preise für unsereins sind mehr als günstig. In abgelegenen Bergdörfern findet ein Leben statt, das die moderne Welt nicht mehr kennt. Als Tourist ist man hier ein Fremdkörper, den man nicht einzuschätzen weiß. Doch man begegnet den Besuchern mit ausgesuchter Freundlichkeit.

FLORA & FAUNA

Die Hälfte Myanmars ist von Wäldern bedeckt. In den Bergen und an den Küsten findet man tropischen Regenwald, im Delta des Ayeyarwady Mangroven. In Gebieten mit hohen Niederschlägen gibt es große Bestände an Nutzhölzern. Es wachsen Kautschuk, Chinarinde, Akazien, Eisenbäume, Bambus, Kokos- und Betelnusspalmen. Vorwiegend in den Hochländern des Nordens findet man Eichen, Kiefern und viele Arten von Rhododendren. In den Küstengebieten gedeihen Zitrusfrüchte, Bananen, Mangos und Guaven. In der kühlen Jahreszeit blühen viele Büsche und Bäume wie der Hibiskus und der oft baumhohe Weihnachtsstern. Neben vielen verschiedenen Arten von Schmetterlingen, gibt es rund 1.200 bekannte Vogelarten. Im Dschungel leben Elefanten und Tiger, auch Leoparden, Rhinozerosse, Hirsche, Affen und Bären. Als Haus- und Arbeitstiere werden Wasserbüffel, Zebus, Elefanten, Pferde, Hunde und Geflügel gehalten. Oft zu sehen sind außerdem Gibbons und andere Affenarten, Wildkatzen, Fliegende Hunde und Tapire.

HOLIDAY EXPRESS© TripTips:

Die Amtssprache ist birmanisch, es gibt etwa 110 Dialekte. Als Handelssprache wird Englisch gesprochen. Wie in Thailand, so unterscheidet man auch in Myanmar im wesentlichen drei Jahreszeiten: die kühle von Oktober bis Februar, die heiße von März bis Anfang Juni und die Regenzeit von Mitte Juni bis September. Etwa vier Fünftel der jährlichen Niederschläge fallen in der Regenzeit. Gäste von Tai Pan erhalten das notwendige Einreisevisum bequem bei der Ankunft. Landeswährung ist der Kyat (gesprochen tschat). Tauschen Sie Ihr Geld (US-Dollar) nicht gleich am Flughafen, sondern informieren Sie sich zuerst bei der Reiseleitung! Es sind nur noch Noten im Umlauf, teilweise kursieren noch alte Scheine mit einer verwirrenden Stückelung.

Quelle: Holiday Express, www.holiday-express.at


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