
Die taiwanesische Eva Air und die thailändische Bangkok Airways unterschrieben ein Abkommen, das zahlreiche Vorteile für die Passagiere beider Fluglinien bringen wird. Auch unsere Gäste profitieren davon und haben nun den Vorteil, in viele Zielgebiete das Gepäck durchchecken und Anschlussflüge mit kürzeren Wartezeiten in Anspruch nehmen zu können. Um der Besiegelung dieser Kooperation den würdigen Rahmen zu geben, luden beide Fluglinien zu einer wunderschönen Dinnercruise an Bord eines Schiffes am Chao Praya in Bangkok.
Nach diesem beeindruckenden Abend begann ich dann meine Reise durch Thailand. Im Laufe der letzten 20 Jahre habe ich Thailand bereits weit öfters als 70 Mal besucht, meistens beschränkten sich diese Besuche auf Besichtigungen von Hotels und unserer Partneragenturen. Diesmal hatte ich mir aber vorgenommen, das Land selbst wieder aktiver zu sehen, Neues zu entdecken und den Kontakt mit den Thais zu suchen. Hotels sollten mehr im Hintergrund stehen. Auf dem Plan standen natürlich auch - neben ein paar Löcher Golf auf der Ferieninsel Phuket -, die Besichtigung eines brandneuen Hotels auf Koh Samui, das Tigerkloster in Zentralthailand, ein Nationalpark, ein Kurzbesuch nach Kambodscha, die Insel Koh Samed und zwei Tage in Chiangmai.
Einen Tag nach dem offiziellen Abend in Bangkok flog ich mit Bangkok Airways nach Phuket, wo ich bereits von unserem Reiseleiter Uwe erwartet wurde. Nach dem Transfer in das Hotel Duangjitt hatten wir uns zum Abendessen verabredet. Es wurde ein sehr netter Abend in tropischer Umgebung anstatt eines geplanten „Arbeitsessens“, wobei die als Geschenk mitgebrachten Zigarren sicher ihren Teil dazu beigetragen haben.
Am nächsten Tag stand Golf auf dem Programm. Da Tai Pan sich seit einem Jahr intensiv um das Thema Golf in Asien kümmert, ist es natürlich notwendig, auch die Plätze bzw. den Ablauf zu kennen. Ich konnte somit mit bestem Gewissen das Nützliche mit dem Notwendigen verbinden. Abschlagszeit um 7 Uhr morgens klingt schlimm, und ist es auch. Die Anfahrt noch in morgendlicher Dunkelheit war schon sehr gewöhnungsbedürftig. Kaum am Platz, in diesem Fall Loch Palm, angekommen, war allerdings die frühe Abfahrt vergessen.
Wie in Asien üblich, standen sofort jedem Spieler (ich hatte als Verstärkung Freunde mitgenommen) ein Caddy und ein eigenes Golfcart zur Verfügung. Ab dann musste man sich um nichts mehr kümmern. Der Caddy macht alles, nur spielen muss man selbst! Vielleicht hätte ich das auch dem Caddy überlassen sollen. Wie auch immer - ein absolut traumhaftes Erlebnis!
Am nächsten Tag haben wir dann noch den Red Mountain Golfplatz getestet. Noch schöner, noch besser….. und auch hier hätte besser der Caddy spielen sollen. Auf Phuket gibt es mittlerweile mehrere, perfekt gepflegte Golfplätze. Die Organisation der Abschlagszeiten unserer Gäste sowie deren Abholung von den Hotels ist ab sofort durch einen neu abgeschlossenen Vertrag mit einer – von mir persönlich getesteten - Golfagentur – sichergestellt.
Am nächsten Tag ging es zurück nach Bangkok, wo ich bereits von der Chefin des Tai Pan Büros in Bangkok abgeholt wurde. Sie und ihr Mann begleiteten mich auf meiner geplanten Zentralthailandrundreise mit Grenzübertritt nach Kambodscha.
Am Morgen des nächsten Tages reisten wir in Richtung Kanchanaburi. Ein neues Vormittagsprogramm im Tigerkloster stand am Programm. Auf dem Weg besichtigten wir den Train-Market sowie den schwimmenden Markt von Damnoen Saduak. Der für mich neue Train-Market ist unbedingt einen Besuch wert, ich versuche das wie folgt zu beschreiben:
Man stelle sich zwei Häuserreihen im Abstand von zirka vier Metern vor: Dazwischen stehen viele Marktstände, welche Kleidung, Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch anbieten. Kaum auf den ersten Blick zu erkennen, befinden sich unter den Marktständen die Gleise einer Eisenbahn. Auf einmal ertönt das Signal der Lokomotive, die Stände verschwinden innerhalb von Sekunden, und der Zug fährt quer durch den eben noch da stehenden Markt, Unmittelbar nach Passieren der Wagons stehen die Marktstände wieder da, also wären sie niemals weg gewesen.
Nach dem Besuch des schwimmenden Marktes und der berühmten Brücke am Kwai , haben wir am Abend das beste Quartier in der Nähe von Kanchanaburi erreicht, welches aber trotzdem nicht mit mehr als 3 Sternen bewertet werden kann. Die Zimmer sind sauber, die Lage neben dem Fluss traumhaft und das Essen ausgezeichnet.
Am nächsten Morgen ging es früh los, da wir um 8 Uhr in der Früh das Tigerkloster erreichen wollten, um mit den Mönchen gemeinsam zu frühstücken. Pünktlich erreichten wir unser Ziel und erhielten beim Eingang ein Paket, welches wir in einer einzigartigen buddhistischen Zeremonie den Mönchen übergaben. Danach ging es gleich weiter ins Kloster, wo wir bereits von australischen Tierschützern und -pflegern empfangen wurden. Der Abt des Klosters ersuchte bereits vor einem Jahr eine australische Organisation um Hilfe, um den Tigern die optimalen Lebensbedingungen bieten zu können. Gemeinsam (maximal 15 Personen sind erlaubt), begaben wir uns in das Zentrum des Tempels, wo wir bereits den ersten Kontakt zu den Raubkatzen hatten. Mehre zwei bis zehn Monate alte Tiger lagen im Schatten und ließen sich bereitwillig streicheln und angreifen. Ein überwältigendes Gefühl! Doch stets waren die Pfleger in unmittelbarer Nähe, um im Notfall einschreiten zu können. Die größeren Tiger sind angebunden, die Kleinen liefen frei herum. Nach dem ersten Kontakt gab es Frühstück, Besucher gemeinsam mit den Mönchen. Frisch gestärkt begann das Spielen mit den Tigern. Jeder Besucher bekam einen der größeren Tiger an die Leine und ging mit ihm zu einem eingezäunten Gehege mit einem kleinen Badeteich. Dort wurden die Tiere freigelassen und tobten nun mitten unter den Besuchern ausgelassen im Wasser. Wer möchte konnte mit den Tigern ins Wasser gehen und mit an Stangen befestigten Luftballons spielen. 10 bis 12 Tiere befanden sich in diesem Gehege und liefen den Besuchern zwischen den Beinen, wir hatten alle unseren Spaß ! Ängstliche Besucher konnten sich jederzeit an einen Betreuer wenden. Weglaufen sollte besser unterlassen werden, da man schnell zum Teil des Spieles werden kann: Die Katzen sind zwar erst maximal 10 Monate alt, haben jedoch jetzt schon bis zu 90 Kilo.
Nach diesem aufregenden Erlebnis wurden die Tiger nun gebadet. Jeder Besucher bekam Shampoo und einen Gartenschlauch und musste einen Tiger waschen. Nach dem Bad wurden die Tiere von den Besuchern mit gekochtem Huhn verwöhnt! Die Fütterung erfolgte natürlich per Hand, auch ein beeindruckendes Erlebnis!
Nun war es endlich soweit: Vor dem Gehege warteten nun die ausgewachsenen Tiger. Ehrlich gesagt, ich war sehr aufgeregt! Ein kurzes Foto mit dem Tiger, und auf einmal hatte ich eine ausgewachsene Raubkatze allein an der Leine! Das Gefühl lässt sich nur sehr schwer beschreiben: Im diesem Moment ist man einfach nur sprachlos, und man fühlt sich ziemlich klein und demütig. Nach den ersten Sekunden kommt der große Adrenalinstoß und man fühlt sich unbeschreiblich ! Ich ging also mit einem überdimensionalen Tiger an der Leine in den Canyon, wo die großen Tiere sich ein kühles Bad genehmigen durften. Bevor die Tiere freigelassen wurden, mussten alle Besucher aus Sicherheitsgründen in ein Gehege gehen. Nachdem dieses geschlossen war, trieben die Pfleger die Tiger in das Wasser und nun begann ein unglaubliches Schauspiel. Fast ein Dutzend Katzen spielten ausgelassen in dem kleinen See, nur zwei bis drei Meter vor unseren Augen. Meterhohe Sprünge, unglaubliche Kräfteakte der Superlative führten sie uns im Spiel vor! Nach insgesamt drei Stunden war das Spektakel vorbei. Obwohl teilweise sicher mit einem mulmigen Gefühl behaftet, zählte dieses Erlebnis sicher zu den Tollsten meines Lebens.
Dieses Programm kann übrigens auch in einem Tagesausflug ab Bangkok durchgeführt werden. Der Preis inklusive Transfers ab Bangkok beläuft sich auf ca. 170 Euro.