
Ein unvergesslicher Urlaub in Nord-Sulawesi! Auf der kleinen Insel Sahaung in der Nähe der Insel Bangka im Norden von Sulawesi verbrachten wir unbeschreiblich entspannte aber gleichzeitig erlebnisreiche Urlaubstage. Genau auf die Bedürfnisse von Tauchern abgestimmtes Ambiente und freundliches, hilfsbereites Personal machten den Aufenthalt im Resort Blue Bay Divers zu einem einzigen Genuss. Und bei einem Zwischenstopp konnten wir die Metropole Singapur kennenlernen.
Unsere weite Anreise begann in Wien, und über Frankfurt erreichten wir zunächst Singapur. Der Flughafen in Singapur bietet jeden nur erdenklichen Komfort. Sollte man zu einem längeren Aufenthalt gezwungen sein, kann man ein umfangreiches Angebot in Anspruch nehmen. Vom Schwimmbad übers Fitnesscenter bis zu Cafes und Restaurants in allen Variationen und natürlich jeder Menge Einkaufsmöglichkeiten gibt es jeden nur erdenklichen Komfort. Auch einen Abstecher in einen Schmetterlingsgarten kann man machen und so schon das erste Tropengefühl kennenlernen.
Mit Silkair ging es dann weiter nach Manado, wo uns bereits ein Fahrer erwartete. Nach einer ca. einstündigen Fahrt erreichten wir eine Bootsanlegestelle und es ging noch mit dem Boot 20 Minuten nach Sahaung. Hier erwartete uns weißer Sand, Palmen, glasklares Wasser und lachende Gesicher von Gästen und Personal. Schon die Begrüßung war sehr persönlich und uns wurde das gesamte Team vorgestellt.
Den Mittelpunkt der Bungalowanlage bietet eine großzügige überdachte Gemeinschaftsterrasse. Hier werden die Mahlzeiten serviert, die Tauchgänge geplant, die Erlebnisse des Tages besprochen und hausgemachte Eistees (oder doch ein, zwei Bierchen) getrunken. Sowohl Gäste als auch Tauchguides treffen sich hier, um zu plaudern oder einfach nur im Schatten ein Buch zu lesen.
Das Blue Bay Divers Resort besteht aus 5 Bungalows für je 2 Personen und einem Bungalow mit 2 Einzelzimmern. Alle Bungalows stehen am Strand und sind im traditionellen Sulawesi Stil gebaut. Die Betten sind mit Moskitonetzen ausgerüstet. Eine Klimaanlage gibt es nicht, aber nach kurzer Zeit hat man sich an die angenehmen Temperaturen gewöhnt. Auch das Badezimmer ist einfach aber sehr sauber. Auf Fließwasser wird verzichtet, dafür gibt es ein „Mandi“, ein indonesisches Schöpfbad. Und schnell wird man süchtig auf diese Art der täglichen Hygiene. Mit einer Kelle schöpft man erfrischendes Wasser aus dem Mandi und schüttet es über den Körper. Das Wasserbecken wurde jeden Tag neu befüllt und nach einem Nachttauchgang wurde zusätzlich ein Kübel mit Warmwasser bereitgestellt. Die Bungalows verfügen über eine großen Terrasse mit einer wunderbaren Sicht auf den weißen Sandstrand und die himmelblaue Bucht von Blue Bay Divers. Vor jedem Bungalow gibt es Hängematten und Liegebetten.
Nun aber zum eigentlichen Höhepunkt unseres Aufenthalts – dem Tauchen!
Es war einfach unglaublich, was dieses Meer unter der Oberfläche verbirgt. Die Tauchplätze befinden sich großteils in unmittelbarer Umgebung der Bucht und werden mit bequemen Booten angefahren. Die Boots- und Tauchcrew kümmerte sich um alle Gäste und man musste nur mehr ins Wasser springen und abtauchen.
Unter Wasser erwartete uns eine unglaubliche Vielfalt an Korallen, Schwämmen, Gorgonien, Fischen, Krebsen, Garnelen, Kraken und natürlich Nacktschnecken. Alle Highlights aufzulisten würden diesen Platz sprengen aber einige seien hier erwähnt:
Ambon-Drachenkopf (Ambon-Scorpionfish), Gestreifter Anglerfisch (Hairy Frogfisch), Sepien, Wunderpus (Wonderpus), Geisterpfeifenfisch, Mandarin-Fische, Bobbit-Wurm, Pygmäen-Seepferdchen, Denise-Seepferdchen, Coleman-Garnelen, Boxer-Garnelen, ab und zu ein kleiner Riffhai oder Katzenhai und Barracudas ... also das who is who der Meere! Somit war jeden Abend für Gesprächstoff gesorgt und wenn dann auch noch am Strand ein Lagerfeuer entfacht wurde und die Hausband auf ihren teils selbstgebauten Instrumenten aufspielte, fühlte man sich tatsächlich dem Paradies sehr nahe.
Leider ging auch dieser Aufenthalt irgendwann zu Ende und der Abschied fiel bei mir sehr tränenreich aus. Mit dem Versprechen wiederzukommen kehrten wir der Insel Sahaung den Rücken und traten unsere Weiterreise nach Singapur an.
In Singapur angekommen wurden wir von einem freundlichen Fahrer, der uns am Weg zum Hotel gleich die wichtigsten Dinge über seine Stadt erzählte, abgeholt. Im Hotel Royal Plaza on Scotts bezogen wir unser überaus geräumiges und komfortables Zimmer. Das Hotel in optimaler Lage nahe der Einkaufszentren und bei der Orchard Road ist freundlich und modern eingerichtet.
Am ersten Abend waren wir mit dem Stadtleben noch etwas überfordert. Zwei Wochen in absoluter Ruhe und Abgeschiedenheit zeigten ihre Wirkung. Nur ein kurzer Bummel entlang der unzähligen Auslagen und Restaurants und dann fielen wir schon müde ins Bett.
Am nächsten Tag besichtigten wir die Stadt, die eine wunderbare Mischung aus Tradition und Moderne bietet. Großteils zu Fuß und mit der U-Bahn erreichten wir Downtown mit den Wolkenkratzern und modernen Gebäuden, das Hafenviertel mit den netten Restaurants entlang des Piers, China Town mit den vielen bunten Läden und einfachen Garküchen, den botanischen Garten mit einer riesigen Orchideenzucht und schließlich das alte ehrwürdige Raffles Hotel mit seinem kolonialen Ambiente.
Unser Abendessen nahmen wir in einem der vielen kleinen Restaurants am Boat Quay ein. Unter bunten Lampions und direkt neben dem Wasser ließen wir uns vietnamesische Gerichte schmecken. Nicht nur Touristen sondern auch viele Geschäftsleute treffen sich hier um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Noch einem kurzen Abstecher zum Nachtmarkt um ein paar Souvenirs zu erstehen und nichts wie zurück zum Hotel um die wunden Füße auszurasten.
Noch ein Tag mit Shopping, Shopping, Shopping und dann ging es wieder Richtung Heimat.
Fazit: Eine Reise mit entspanntem Tauchen in Indonesien, farbenfrohem Leben in Singapur und jede Menge, für Asien so typische, Gastfreundschaft und Lebensfreude!