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Das Land Buddhas

Kurz nach dem Abschluss einer Infotour durch Myanmar hat mich das Fieber gebackt und ich musste noch einmal in dieses tolle und ursprüngliche Land reisen. Diesmal fuhr ich gemeinsam mit meinem Mann und mittlerweile waren wir bereits 3× in Myanmar. Unsere Reise beginnt mit dem Flug von Wien mit Austrian Airlines nach Bangkok. Nach einer kurzen Umsteigezeit geht es weiter nach Yangon. Am internationalen Flughafen bekommen wir unser Visa bei Einreise und können alsbald in unser gebuchtes Hotel Kandawgyi Palace fahren.

Dort genießen wir am schönen Pool den Ausklang des ersten Tages, bevor wir zum Abendessen gehen. Ausgeschlafen und voller Tatendrang starten wir am nächsten Tag zu unserer ersten Besichtigungstour. Ich war stolz darauf, meinem Mann schon als Reiseleiter dienen zu können, da ich ja erst vor kurzem in Yangon war.

Wir schlendern vorbei an den Kolonialbauten, besichtigen die liegende Buddha Statue von Chaikhtatkyi und natürlich die atemberaubende Shwedagon Pagode. Fasziniert von dem vielen Gold und dem riesigen Rubin, der an der Spitze der Pagode brangt, zücken wir unsere Kameras. Verwundert, warum die Burmesen sich immer nach meinen Gatten umdrehen und lachen, erklärt uns unser Reiseleiter, dass sie ihn mit Buddha vergleichen, da er gross und stark ist und eine Brille trägt.

Am Abend des 2. Tages fliegen wir nach Bagan. Nachdem es bei unserer Ankunft bereits Nacht ist, können wir die Umrisse der tollen Pagodenkomplexe nur erahnen.
Zeitig in der Früh des 3. Tages stehen wir auf und klettern auf eine Pagode, um den Sonnenaufgang zu erleben. Rauf auf die Pagode kam ich ja, aber bei Tageslicht mit meiner Höhenangst war es schon schwieriger, den Abstieg wieder zu schaffen, aber um nichts in der Welt möchte ich den Moment verpassen, wenn die Sonne aufgeht und wir die ersten Pagoden der Umgebung im Morgenlicht sehen können. Kurz danach schwebt der erste Ballon an uns vorbei, der die Touristen Bagan von oben besichtigen lässt.
Wir besuchen einen traditionellen Markt, und als wir uns gerade ein kaltes Getränk gekauft haben und uns auf Zwergenstühlen mitten auf dem Markt hingesetzt haben, läuft an uns neben Autos, Mopeds und Handkarren ein riesiges Schwein vorbei. Retour in unserem Hotel geniessen wir noch ein Bad im Schwimmingpool, bevor wir uns für das Abendessen vorbereiten.

Nach dem Frühstück geht es wieder weiter und wir fliegen nach Mandalay. Dort angekommen fahren wir mit einem Boot nach Mingun und besichtigen die größte Glocke der Welt sowie die unvollständige Stupa des König Bodawpaya, von der man einen wunderschönen Ausblick auf den Fluss hat. Auf dem Weg zurück zu unserer Schiffsanlagestelle kommen wir an einem der ersten Altersheime Myanmars vorbei und werden von freundlich winkenden Pensionisten begrüßt.

Am 5. Tag machen wir uns auf den Weg nach Amarapura, wo es die längste Teakholzbrücke (über 1.200 Meter) der Welt zu besichtigen gibt und das ganz aus Holz gebaute Mönchskloster Mahagandayon, welches als Schule dient.
Nachdem wir auf den lehnenden Turm Ava gestiegen sind, geniessen wir den Sonnenuntergang bei einer Bootsfahrt am Ayeyarwady Fluss.

Am 6. Tag fliegen wir nach Heho. Wir fahren auf dem berühmten Inle See in unser Hotel, das mitten im See liegt. Glücklicherweise haben wir einen dünnen Pullover mitgebracht, da es bei der Bootsfahrt doch etwas frisch wird. In unserem Hotel erwartet uns ein freundlicher Empfang und wir beziehen unser Zimmer. Dann geht es weiter mit unserer Besichtigungstour. Wir fahren durch die schwimmenden Gärten und bewundern den am Wasser abgehaltenen Markt, wo die Bauern ihre Ware anbieten. Hier kann man Obst, Gemüse und traditionelle Kunsthandwerke erstehen. Auf unserer Fahrt über den See besuchen wir auch das Kloster der springenden Katzen und eine Zigarrenfabrik. Als Mitbringsel erstehen wir in einer Seidenweberei tolle Schals.

Der 7. Tag birgt einiges an Faszination. Auf Wasserwegen fahren wir nach Indain und kommen an Kindern vorbei, die gleich neben den badenden Wasserbüffeln im Fluss spielen. Wir spazieren durch ein kleines Dorf und bestaunen sehr viele Pagoden verschiedenster Größen. Auch hier bieten natürlich Händler ihre Ware an und es gibt reichlich Gelegenheit, kleine Souvenirs oder Andenken mit nach Hause zu nehmen.
Das Abendessen ist heute besonders gut, da der frische Fisch direkt aus dem See kommt und das Gemüse gleich von den Bauern nebenan.

Als wir am 8. Tag unser Hotel verlassen und mit dem Boot wieder Richtung Heho fahren, begleiten uns die Möwen in der Hoffnung, etwas von unserem Frühstücksbrot abzubekommen.

Um unserer Reise den richtigen Ausklang zu geben, verbringen wir noch einige Nächte an einem der schönsten Strände, die ich je gesehen habe. Wir nächtigen an der Ngapali im Bayview Beach Resort. Diese kleine aber feine Hotelanlage liegt direkt am Strand und bietet Gelegenheit, sich richtig zu entspannen. Hier finden wir Zeit, die Reise in unseren Gedanken Revue passieren zu lassen und unsere mitgebrachten Bücher zu lesen. In einem kleinen Restaurant neben dem Hotel gibt es das beste und günstigste Seafood das ich seit langem gegessen habe.

Als wir unseren Heimflug antreten, beschliessen wir, dass es sicher nicht das letzte Mal war, dass wir dieses wundervolle und ursprüngliche Land bereist haben und in einigen Jahren werden wir sicher eine erneute ausführliche Tour in andere Gegenden unternehmen.



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