Reisecheckliste Fujairah (VAE)


Wenn Sie die Vereinigten Arabischen Emirate abseits der gängigen Touristenpfade kennenlernen möchten, sind Sie im Emirat Fujairah gut aufgehoben. Nur eine Stunde von Dubai entfernt, ist Fujairah das einzige Emirat, das an der Ostküste der arabischen Halbinsel liegt - umrahmt vom Hajar-Gebirge und dem Golf von Oman. Touristisch ist Fujairah noch nicht so erschlossen wie Dubai oder Abu Dhabi, trotzdem erwarten Sie bereits hervorragende Hotelressorts und vor allem sehr schöne, unberührte Sandstrände. Sportlich Aktiven kann ein Tauchausflug in die artenreichen Korallenriffe vor Fujairah oder eine Trekkingtour in das zerklüftete Hajar-Gebirge empfohlen werden. Auf jeden Fall sollten Sie auch das Fujairah Fort, eine aufwendig restaurierte, aus dem Jahr 1670 stammende Festung besichtigen. Im Museum von Fujairah finden Interessierte weitere interessante Fundstücke aus der Region. Wen es dann doch nach mehr Unterhaltung gelüstet, kann im Rahmen eines Tagesausflugs aus den zahlreichen Unterhaltungsmöglichkeiten in den lebhaften Wüsten-Cities Dubai und Abu Dhabi auswählen.



Weiterführende Informationen zu Ihrem Fujairah-Urlaub


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Was Sie in Fujairah unbedingt beachten sollten:

Begrüßung und Umgangsformen

Zur Begrüßung ist ein Händedruck nicht immer üblich, das gilt insbesondere bei Frauen. Beobachten sie im Zweifelsfall das Verhalten anderer Anwesender. Wenn viele Araber bei der Begrüßung ihre rechte Hand zum Herzen führen, unterstreichen sie so die Herzlichkeit des Grußes. Im weiteren Verlauf der Begrüßung ist es ein Gebot der Höflichkeit, sich nach dem Wohlbefinden der Familie zu erkundigen, vermeiden sie jedoch Fragen zum Befinden der Frauen. Die linke Hand gilt in den Emiraten als unrein. Achten sie daher insbesondere darauf, niemals jemanden etwas mit ihrer linken Hand zu überreichen, vor allem kein Essen! Führen sie auch beim Essen nur die rechte Hand zum Mund. Sitzen sie einem anderen Menschen gegenüber, achten sie darauf, ihm nicht ihre Füße oder gar die Fußsohlen zeigen, dies wird als Beleidigung angesehen. Bei Gesprächen über Politik und religiöse Themen sollten sie sich zurückhalten, um unnötigen Ärger zu vermeiden. Sollten sie selbst keiner Religion angehören, ist es besser, sich als Christ auszugeben. Eine eventuell vorhandene atheistische Einstellung behalten sie besser für sich. Werden sie zum Essen in ein Restaurant eingeladen, so müssen sie sich nicht unbedingt mit einem Geschenk erkenntlich zeigen, sich mit einer Einladung zu revanchieren gehört allerdings zum guten Ton. Verfügen sie über eine Privateinladung sollten sie sich allerdings mit einem Gastgeschenk erkenntlich zeigen. Süßigkeiten für Kinder oder Datteln von guter Qualität sind in jedem Fall eine gute Wahl. Ist ihnen die Dame des Hauses noch nicht bekannt, sollten sie sie auch nicht beschenken, dies entspräche nicht den Regeln der Höflichkeit. Vor dem Betreten der Räumlichkeiten ist es Sitte, seine Schuhe draußen zu lassen, – achten sie daher auf schöne Socken! Vermeiden sie es, einzelne Dinge im Haus besonders zu loben, ihr Gastgeber könnte sich dazu genötigt fühlen, ihnen diese Gegenstände zu schenken und sie wären in einer äußerst unangenehmen Situation. Lehnen sie ein Geschenk grundsätzlich dreimal ab, dann können sie sicher sein, dass das Geschenk ernst gemeint ist. Sprechen sie Lob besser allgemein aus, um solche Situationen zu vermeiden. Auch bei einer Privateinladung sollten sie sich entsprechend revanchieren. Alles was den Begrüßungskuss auf die Wange überschreitet ist in der Öffentlichkeit strafbar! Außereheliche Liebe (auch gleichgeschlechtlich) ist ebenfalls strafbar.

Handeln

Besonders beim Kauf von Souveniers sollte man den Preis verhandeln. Festpreise gelten nur für Lebensmittel , in Supermärkten sowie in den Geschäften von Einkaufszentren. Handeln ist immer eine freundliche Sache und hat nichts mit Aggressivität zu tun. Lassen sie sich darauf ein und genießen sie die Kunst des gezielten Umwegs. Wenn sie gut verhandeln, können sie mit einem Preisnachlass von bis zu zwanzig Prozent rechnen.

Essen und Trinken

Traditionell ist man in den Emiraten mit den Fingern. Formen sie aus der Speise, bspw. Reis, ein mundgerechtes Stück und führen sie es mit den Spitzen ihrer rechten Hand zum Mund. Zur Zeit des Fastenmonats Ramadan dürfen Muslime tagsüber nicht essen, trinken oder rauchen. Trotz dem diese Regeln für Nichtmuslime nicht gelten, sollten sie sich in der Öffentlichkeit danach richten. Der Genuss von Alkohol in der Öffentlichkeit ist streng verboten. Alkoholische Getränke dürfen nur dort konsumiert werden, wo sie auch verkauft werden. Da Muslime keinen Alkohol trinken, sollten sie ihnen auch keinen anbieten. Vermeiden sie es unbedingt, sich betrunken ans Steuer ihres Wagens zu setzen.

Rauchen

In allen öffentlichen Einrichtungen gilt ein absolutes Rauchverbot. Als Ausnahme können gekennzeichnete Raucherbereiche sowie Außenterrassen gelten. Während des Ramadan ist tagsüber das Rauchen ausnahmslos untersagt.

Kleidung

Vor allem Frauen sollten auf eine Kleiderordnung achten, welche auch bei sehr religiösen Menschen als akzeptabel eingestuft werden kann. Sie müssen sich nicht vollverschleiern, jedoch sollten weite Teile des Körpers bedeckt sein, darunter auch Schultern, Ellenbogen und Knie. Die Kleidung von Männern sollten den Oberkörper samt Schultern bedecken. Hosen sollten mindestens so lang sein, dass sie die Knie bedecken. Kurze Hosen finden nur als adekleidung oder Untergewand Verwendung! Alle Einkaufszentren in Dubai haben einen Dresscode eingeführt. Zeigen Sie zu viel Haut, werden Sie unter Umständen nicht eingelassen! Badebekleidung ist ausschließlich für den Strand vorgesehen. Selbst auf dem Weg zum Strand, sollte man seine Badekleidung entsprechend bedecken. Tangas und das Weglassen eines (Bikini-) Oberteiles sind für Frauen absolut tabu. Zahlreiche Restaurants und Nachtklubs (vor allem in Hotelanlagen) haben für den Abend eine Kleidervorschrift. Jeans und Tennisschuhe sind vielerorts nicht zulässig. Freizügige Kleidung können Sie am ehesten in den Nachtklubs tragen.

Fotografieren

Bei Ihren Urlaubsfotos sollten sie unbedingt darauf achten, wo Sie sich befinden. An Flughäfen, Regierungsgebäuden und militärischen Einrichtungen darf keinesfalls fotografiert werden. Das gilt auch für die Mitarbeiter! Richten sie Ihren Fotoapparat nicht auf Polizisten, Soldaten und einheimische Frauen. Vor einem Foto die betreffende Person um Erlaubnis zu fragen, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.

Drogen

Zum Thema Drogen dürfen sie in den VAE keine Toleranz erwarten. Für Drogendelikte müssen sie mit hohen Haftstrafen rechnen, im schlimmsten Fall mit der Todesstrafe. Das Mindestmaß bei Drogenkonsum oder -import beträgt vier Jahre Haft. Die Staatsanwaltschaft Dubais verfügt über eine eigenständige Abteilung am Flughafen, um direkt vor Ort über Verbrechen zu urteilen. Wer bei der Einreise Medikamente mit sich führt, sollte sich vorher unbedingt die Liste der verbotenen Medikamente auf der Website des VAE-Gesundheitsministeriums durchlesen.