Reisecheckliste Philippinen

Der Name Philippinen könnte durchaus mit dem Wort Lebensfreude gleichgesetzt werden. Die lange Kolonialisierung hat deutliche Spuren hinterlassen und die Mentalität ist mit der von Südeuropäern durchaus vergleichbar, jedoch mit einem starken Schuss Exotik vermischt. Dann gibt es noch so beeindruckende Naturwunder wie die Reisterrassen von Banaue und viele der schönsten Inseln und Strände des gesamten Fernen Ostens erwarten Sie.



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Was sie auf den Philippinen unbedingt beachten sollten:

Begrüßung und Umgangsformen

Auf den Philippinen begrüßt man sich mit einem kurzen Hochziehen der Augenbrauen, verbunden mit einem Blickkontakt und einem freundlichen Lächeln. Diese Geste wird auch zur stummen Zustimmung gebraucht. Eine, allerdings nicht offen gezeigte, Verneinung erkennen sie am Senken des Kopfes. Als unhöflich gilt es jedoch, jemanden lange anzustarren. Auch das sanfte Schütteln der Hände wird durchaus zur Begrüßung verwendet, allerdings sollte bei förmlichen Begegnungen die Initiative von der Frau ausgehen. Frauen gelten auf den Philippinen als gleichgestellt. Möchten sie jemanden mit der Hand heranwinken, achten sie darauf, das mit der Handfläche nach unten zu tun. Die bei uns übliche Geste (Handfläche nach oben) gilt als unhöflich und beleidigend. Auf Gegenstände zeigt man oft mit dem Ring- beziehungsweise kleinen Finger. Das Stemmen der Arme in die Hüfte, wird als arrogant empfunden und signalisiert Ärger. Der ausgestreckte Mittelfinger kommt einer Kriegserklärung gleich. Bewahren sie im Umgang mit den Filipinos Geduld. Sich deutlich sichtbar aufzuregen oder gar herumzuschreien hat einen sofortigen Gesichtsverlust zur Folge. Man wird sie kaum mehr ernst nehmen. Wenn sie ihre Probleme oder ihre Kritik ruhig und sachlich vortragen, haben sie eine weit bessere Chance auf Erfolg.

Auf den Philippinen herrscht ein vollkommen anderes Gefühl für Zeit und Pünktlichkeit, das nicht unbedingt unseren Gewohnheiten entspricht. Wenn schon offizielle Veranstaltungen nicht pünktlich beginnen, so ist das bei privaten Verabredungen nicht besser. Hier hat es niemand eilig und wenn sie eine Stunde zum vereinbarten Zeitpunkt draufschlagen, liegen sie fast immer richtig.

Kleidung

Zum Thema sind die Philippinen relativ unkompliziert. Jeans und T-Shirt reichen im Normalfall völlig aus. Bei etwas offizielleren Gegebenheiten tauscht man das Shirt mit einem Hemd. Diese Lässigkeit sollte allerdings nicht missverstanden werden: Ein gepflegtes Erscheinungsbild wird durchaus vorausgesetzt. Achten sie auf ein gepflegtes Äußeres und saubere Kleidung. Für Besuche von Kirchen und Terminen bei Behörden sollte man sich grundsätzlich angemessen kleiden. Korrekte Kleidung ist auch am Strand wichtig: Nacktbaden und "oben ohne" bei Frauen sind eine absolutes Tabu.

Gespräche

Wenn sie mit Einheimischen ins Gespräch kommen, sollten sie jede Kritik am Land und seiner Regierung vermeiden. Diese Themen sind sehr sensibel und reagieren womöglich schnell verstimmt.

Wachpersonal und Durchsuchungen

Vor Banken, Apotheken, Supermärkten, an Tankstellen und ähnlichen Einrichtungen werden sie jede Menge uniformierter Wachleute entdecken, welche mehr oder weniger stark bewaffnet sind. Bleiben sie gelassen, sie werden merken, dass sie auf viel Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft stoßen werden. In vielen größeren Geschäften aber auch Banken und ähnliches ist es üblich, dass ihr mitgeführtes Gepäck durchsucht wird und für die Dauer des Einkaufs bei den Wachleuten deponiert wird. Sie sollten aber nicht den Fehler begehen, von der Anzahl der Wachmannschaften auf die Sicherheitslage zu schließen. Sie sind ein Überbleibsel aus einer etwas unsicheren Vergangenheit und wurden später einfach beibehalten.

Verhalten bei Behörden

Wenn sie Hilfe von Behörden benötigen, werden sie fast immer auf freundliche und hilfsbereite Beamte treffen, die eher bemüht sind, Probleme zu beseitigen, als welche zu verursachen. Da die Korruption im Schwinden begriffen ist, sollten sie jeden Versuch der Bestechung unterlassen. Sprechen sie Beamte mit "Sir" oder "Ma'am" an, so wird ihnen sicherlich mehr Respekt entgegen gebracht und sie werden mit Sicherheit besser behandelt . Eine Plage ist die Einwanderungs- und Visumbehörde (Bureau of Immigration) in Manila; dort herrscht ein recht umständlich organisierter Massenbetrieb. Lassen sie sich daher am besten ihre Visa bereits in Deutschland ausstellen, bei längerem Aufenthalt können sie ihre Visa auch mit Hilfe des Hotels oder eines Reisebüros in Manila verlängern lassen. Kostet bisschen mehr, spart aber Zeit und Nerven. In den Zweigstellen der Immigration, die es in manchen Provinzhauptstädten gibt, sind dagegen die Beamten meist sehr freundlich und hilfsbereit. Grundsätzlich sind alle offiziellen Stellen bemüht, gerade Touristen freundlich und hilfsbereit entgegenzukommen: echte Probleme mit Behörden sind die ganz große Ausnahme und vermutlich so gut wie immer selbst verschuldet.

Essen und Trinken

Lassen sie nach dem Essen etwas davon auf ihrem Teller zurück, so zeigen sie, dass sie satt geworden sind. Sollten sie zum Essen ihre Hand bevorzugen, so achten sie bitte darauf, nur die rechte Hand zu benutzen, da die linke als unrein gilt. Sie werden ein reichhaltiges Angebot an alkoholischen Getränken vorfinden, auch die Preise sind recht moderat. Sollten Sie von Filipinos zu einem Umtrunk eingeladen werden, sollten Sie sich eher zurückhalten und nicht versuchen, mit ihnen mitzuhalten. Unter Alkoholeinfluss kann eine vermeintlich lustige Situation schnell in Ärger umschlagen. In diesem Sinne ist es klug, sich zeitgerecht zurückzuziehen.

Kriminalität

Unbestritten sind Fremde auf den Philippinen herzlich willkommen. Aufgrund der hohen Kriminalitätsrate sollten sie vor allem in den Städten vorsichtig sein. Achten sie auf ihr Gepäck und lassen sie ihr Getränk niemals unbeaufsichtigt (K.O.-Tropfen). Lassen Sie sich nicht von der erkennbaren Armut im Land dazu verleiten, auf jammervolle Geschichten hereinzufallen und Geld zu geben. Ehrliche Filipinos würden Fremde nie um finanzielle Hilfe bitten, das verbietet ihnen die Ehre.

Fotografieren

Generell lassen Filipinos zwar gern fotografieren. Trotzdem sollten sie vorher um Erlaubnis bitten und eine Ablehnung respektieren. Das gilt insbesondere für Zeremonien. Richten sie ihren Fotoapparat keinesfalls auf militärische Einrichtungen.